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LESEZIRKEL:

Nächste Termine: 23.02.2024 / 22.03.2024 – weitere Infos siehe unten

Scheherazades Erben – Hussein Mohammadi

Eigentlich bin ich ja eher der Typ Leser, der sich mit einem Thriller den man nicht mehr aus der Hand legen kann auf dem Sofa gemütlich macht. Darum fällt die heutige Buchvorstellung etwas aus dem Rahmen. Eigentlich. Was aber Hussein Mohammadi auf den 144 Seiten für eine Geschichte erzählt steht einem guten Krimi in nichts nach. Und sie ist umso beklemmender, weil es eine Geschichte ist, die sich wirklich so zugetragen haben könnte.

Es ist die Geschichte des Bauern Ahmad, der nach Kabul fährt um seine verschwundene Tochter Masomah zu suchen. Nach und nach enthüllt sich der Grund für das Untertauchen des Mädchens: sie ist mit einem Jungen aus dem Nachbardorf davongelaufen. Und so ist Ahmad gefangen zwischen der Liebe zu seiner Tochter und den Traditionen der afghanischen Provinz. Bei der Suche hilft ihm sein Bruder Eshagh, der seine eigenen Ziele verfolgt, da er sehr traditionsbewusst ist. Die Schande, die Masomah über die Familie gebracht hat kann in seinen Augen nur eine Konsequenz haben.

Vor dem Hintergrund dieser persönlichen Katastrophe webt der Autor die Geschichte von fünf Menschen ineinander, deren Schicksale miteinander verknüpft sind und unaufhaltsam auf das grosse Showdown zusteuern. Es ist ein Geflecht von Liebe, Tradition, Pflicht, Ehre, Politik und der Rolle der Frau im heutigen Afghanistan, die ungeschönte Darstellung des Lebens in der afghanischen Gesellschaft vor der erneuten Machtergreifung der Taliban. Ein düsteres Bild des Landes und der darin verwurzelten Menschen. Keine leichte Kost, sondern ein Buch, dass besser in kleinen, leicht verdaulichen Häppchen gelesen wird. Und wenn sich einem die Tragweite dieser leisen aber doch so gewaltigen Erzählung erschliesst ist das fast wie ein Thriller. Eigentlich.

Dolly Meyer

I mag eifach nid! Aus dem Wörtersee-Verlag

Biografie von Rolf Schmid, verfasst von Hardy Hemmi

Der Titel des Buchs ist auch der Titel von einem Bühnenprogramm, mit dem der Komiker aus dem Bündnerland berühmt wurde.

Ich muss gestehen, dass ich Rolf Schmid nicht kannte, bevor ich die Biografie in den Händen hielt. Zu meiner Information suchte ich im Internet Filme von seinen Auftritten, derer es viele gibt, da er schon jahrelang in vielen Medien präsent ist.
Die Geschichten im Buch geben ein gutes Hintergrundbild ab zu diesem Komödianten, der schon früh spürte, dass eigentlich die Bühne seine Bestimmung ist. Aber auch das sah halt sein Vater anders.

Das Buch beginnt mit einem launigen Vorwort des Verfassers und ist unterteilt in drei Kapitel. Das in der Ich-Form geschriebene Buch umfasst chronologisch Episoden aus dem Leben von Rolf Schmid, der auf Wunsch seines Vaters Bäcker/Konditor lernte und bald darauf das Geschäft übernahm. Es ist ein Leben, wie es zu dieser Zeit viele gab. Hardy Hemmi versteht sich darauf, die zwar an sich schon lustigen Situationen und Begegnungen  in unterhaltsame Geschichten zu fassen.

Die deutschen Texte sind auch oft mit Wörtern oder gleich ganzen Sätzen in Bündner-Dialekt untermalt. Wenn man sie langsam liest, versteht man es trotzdem.

Durch die Erzählungen kommt man den Menschen hinter dem Komiker, dem Mann  aus den Bündner Bergen, mit romanisch sprechenden Grosseltern, näher.

Das Buch ist eine Informationsquelle und gute Unterhaltung in Einem. Ich empfehle es Ihnen gerne, egal ob Sie Rolf Schmid kennen oder erst nach der Lektüre neugierig auf sein Schaffen werden.

 Monika Ritter

 

 

LESEZIRKEL

Der Lesezirkel geht erneut in eine weitere Runde. Wir lesen und diskutieren  „Anders aufgewachsen“ von Seraina Sattler & Anna Six.

Wir freuen uns auf die regelmässigen Treffen, jeweils am Freitagnachmittag um 13Uhr.

Weitere Infos und Anmeldung bei Catherine Schindler Kündig – Phone +41 79 764 70 59

 


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