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Das Signal von Ursula Poznanski

In „Das Signal“ von Ursula Poznanski steht Viola Decker im Mittelpunkt, deren Leben sich nach einem schweren Unfall komplett verändert. Sie verliert ein Bein und ist plötzlich im Alltag stark eingeschränkt. Ihr Ehemann engagiert deshalb die Pflegerin Ottilia, die sich um Viola kümmern soll. Anfangs scheint diese Hilfe eine grosse Entlastung zu sein, doch während Viola immer mehr Zeit isoliert im Haus verbringt, beginnt sie, ihrer Umgebung zu misstrauen. Kleine Ungereimtheiten häufen sich, Menschen verhalten sich seltsam und mithilfe von GPS-Trackern versucht sie herauszufinden, was wirklich vor sich geht.

Gerade das macht die Geschichte spannend, weil vieles davon im Alltag eigentlich ganz normal erscheint. Poznanski zeigt, wie schnell Technik nicht nur praktisch, sondern auch beunruhigend werden kann.

Man fragt sich beim Lesen immer wieder, wem Viola noch vertrauen kann und ob ihre Beobachtungen wirklich stimmen oder ob ihre Unsicherheit sie beeinflusst. Die bedrückende Stimmung zieht sich durch die ganze Geschichte und sorgt dafür, dass man immer weiterlesen möchte.

Besonders gelungen ist, dass der Roman nicht nur spannend ist, sondern auch Themen wie Vertrauen, Kontrolle und Abhängigkeit anspricht. Dadurch wirkt die Geschichte sehr realistisch und nahbar. „Das Signal“ ist deshalb ein Psychothriller, der eher leise beginnt, die Spannung aber Kapitel für Kapitel steigert.

Sacha Vettorel

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