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«Dorn – Zimmer 203- Ruf der Toten» von Jan Beck

Yvonne Böhler, die in der Fleckenbibliothek zuständig für den Einkauf der Erwachsenenbelletristik ist, stellt den zweiten Fall der Thriller Reihe um das ungewöhnliche Ermittlerpaar Simon Dorn und Lea Wagner vor:

Kriminalpsychologe Simon Dorn hat nach vielen persönlichen Schicksalsschlägen seinen Polizeidienst in Wien beendet und sich in das leerstehende Hotel Dornwald, das ihm gehört, zurückgezogen. Dort setzt er aber heimlich seine Arbeit fort. Nach dem Tod seiner bisherigen Unterstützerin, die im Band 1 ermordet wird, steht Dorn finanziell am Abgrund. Über das Internet wird er von einer mysteriösen Klientin kontaktiert. Sie überweist ihm einfach so mehrere Tausend Euro. Was als Auftrag beginnt, entpuppt sich als Teil eines gemeinen Spiels. Dorn möchte, dass die junge und taffe Kriminalpolizistin Lea Wagner abklärt, was da los ist. Mit ihrer Hilfe findet die Polizei die angehende Klientin in einer Tiroler Berghütte. Doch die Frau ist tot – wo sie schon Wochen zuvor verdurstet ist. Neben der Leiche steht ein Computer, auf dem eine KI läuft, die im Namen der Toten mit Dorn munter in ihrem Namen weiterkommuniziert. Simon Dorn sieht eine Verbindung zu einem ungelösten Fall, ein Cold Case, bei dem ein Täter seine Opfer in seinem Beisein verdursten ließ und anschließend deren Identität fortführte. Ist er zurückgekehrt?  Zusammen mit Lea Wagner und ihrem Bruder Karl „Chuck“ Wagner macht sich Simon Dorn auf die Täterjagd, wo es noch zu mehr Todesfälle kommt. KI ist in aller Munde, und es ist nicht abzusehen, wie sie unsere Welt verändern wird. Das Besondere ist, dass wir damit so nah an der Realität sind. Der Autor Jan Beck zeigt auf, was passieren könnte, wie weit Identitätsdiebstahl gehen kann. Maschine gegen Mensch – Existenzen können zunichte gemacht werden. Der Thriller ist sehr packend und kurzweilig geschrieben und man will einfach wissen, wer hinter den Morden steckt. Sehr zu empfehlen von Jan Beck ist auch die vierteilige Reihe um das Ermittlerpaar Björk und Brand: „Das Spiel“, „Die Nacht“, „Die Spur“ und „Das Ende“.

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