Die geheime Sehnsucht der Bücher von Nina Georg
„Sie wissen alles, nicht wahr?“ „Ja, jedes Buch aus Papier trägt all je geträumten Träume und jedes gelebte Leben mit sich. Es ist ein Wesen geworden, aus Bäumen und aus unseren Worten, dem Menschen nah. Und wenn wir das Papier berühren, berührt es uns und erkennt uns wieder.
(…)“
Ja, Monsieur Perdu weiß, wie Bücher Menschen berührt- und er weiß auch, wer welches benötigt. Bei ihm bekommen die Kunden nicht das Buch, das sie wollen, sondern das, das sie brauchen.
Auf seinem Bücherschiff, der „Pharmacie Littéraire“, der Literarischen Apotheke, berät er sie alle. Gemeinsam mit seiner Auszubildenden Pauline, die ihre eigene Geschichte und ihre eigenen Probleme mit sich trägt. Dabei ist das Bücherschiff nicht nur im Hafen, sondern es ist auch ein Hafen für Lesende Touristen aber vor allem Hilfesuchende. Sie bekommen dort nicht nur ein bedrucktes Papier, sondern ein offenes Ohr, ein freundliches Wort, das Gefühl, gesehen zu werden.
Als die kleine Francoise um Beratung bittet, erkennen sie nicht auf den ersten Blick, dass sie nicht für sich bittet, sondern für ihre Mutter. Francoise trägt schwer an einem Geheimnis- und ahnt gar nicht, wie viel mehr es davon gibt. Dann ist da auch noch Marie, die jede Woche auf dem Bücherschiff Kindern vorliest, und mit ihrer Bücherwahl plötzlich für großes Aufsehen und Aufregung sorgt. Gemeinsam mit Francoise werden sie die Wilden Büchermädchen von Paris.
Sie sind für mich die Heldinnen dieses Romans, sie kämpfen für sich selbst, die Freiheit zu lesen und zu leben, was und wie man will.
„Die geheime Sehnsucht der Bücher“ erzählt von Freundschaft, der magischen Kraft der Worte, der Liebe, die oft seltsame Wege geht, dem Zauber des richtigen Buches in den richtigen Händen, denn Pauline liefert jede Woche Bücher an leidenschaftliche Leser und Leserinnen, und verbindet diese.
Dieses Buch ist eine magische Liebeserklärung an Bücher die uns zusammenführen.
Buchempfehlung von Barbar Hofmann