Buchempfehlung

Der Markisenmann von Jan Weiler

Das Retro Cover hat mich angesprochen und zusammen mit der Innenseite bildet es die zwei verschiedenen Dekore ab, die der Markisenmann anbietet. Nach einigen Spannungen in der Schule und ihrer Familie verbringt Kim die Sommerferien bei ihrem Vater, den sie bewusst noch nie gesehen hat. Er lebt zurückgezogen in einem Industriegebiet und seine kleine Welt mit einigen alleinstehenden Männern aus der Nachbarschaft und der frustrierenden Tätigkeit als Markisenverkäufer erweitern trotz ihrer Unüberschaubarkeit Kims Welt und Innenleben. Ihrer eigenen Familiengeschichte kommt Kim am Ende näher und es entpuppt sich als ein Stück deutsch-deutscher Familiengeschichte, von der man in der Öffentlichkeit zu wenig hört und liest. „Ein Buch über das Erwachsenwerden und das Altern, über die Geheimnisse in unseren Familien, über Schuld und Verantwortung und das orange-gelbe Flimmern an Sommerabenden.“ Für mich die ideale Spätsommerlektüre, die ulkig und mit Tiefgang ist, so dass man ab und an ins Grübeln gerät, wie man selbst agiert hätte. Barbara Hofmann

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