Buchempfehlung

Der Geschichten Bäcker von Carsten Henn

Diesmal tat ich mich schwer mit der Suche nach einem Buch. Waldwissen von Peter Wohlleben würde zu dieser Zeit passen, da Bäume tollen Schatten spenden, die Luft kühlen und generell wichtig sind für uns Menschen. How to go plant-based von Ella Mills war auch in der engeren Wahl und mir ein wichtiges Thema. Doch dann entschied ich mich für den Roman Der Geschichtenbäcker. Brot ist meist pflanzlich und er liest sich hervorragend im Schatten eines Baumes. Als gelernte Bäckerin interessiert es mich auch, wie Geschichten eingebacken werden. Dass man Liebe und gute Gedanken einbacken kann, habe ich ja schon gehört. Aber ganze Geschichten? Der Roman handelt von Sofie, einer Balletttänzerin, und Giacomo, dem Bäcker. Sie ist unterhaltsam, ein bunter Strauss von Drama, Leid, Glück und Liebe. Da ist auch die unfreundliche Elsa, verbunden mit Giacomo durch die Vergangenheit. Florian, Sofies Mann, erleben wir als Mensch, der fast ins Bodenlose fällt, weil Sofie genau das passiert ist. Ich war wirklich gespannt, ob und wie Sofie es schafft, eine Bäckerin zu werden. Sie, die noch nie gebacken hat, wird mit Sätzen konfrontiert wie: Ein guter Teig lässt man nicht warten. Oder: Der Teig weiss immer, welches Wetter draussen ist. Das hingegen kann ich nur bestätigen. Der Autor versteht es, diese Geschichte mit Leichtigkeit zu erzählen. Giacomos Bemühungen, die traurige Sofie ins Leben zurückzuholen, geben Anstoss zu manch tieferen Gedanken. Der Roman spielt im Frühling. Aber es ist auch schöner Lesestoff für den Sommer. Monika Ritter Schweiz

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