Ein Buch zu jeder Jahreszeit

Purpurne Rache von Jean-Christophe Grangé

Der französische Thriller Autor hat wieder einmal zugeschlagen. Grangé hat es meisterlich verstanden, den französischen Geheimdienst, Vorkommnisse auf Armeebasen, die Rolle Frankreichs in der Afrikanischen Kolonialpolitik und noch ein wenig Liebe miteinander zu verbinden.

Ob Frankreich oder Belgien, beide europäischen Länder spielten vor 50 Jahren eine grosse Rolle in Afrika, einem Kontinent, der in der Zwischenzeit enorme Veränderungen hinter sich hat. Ich kenne mich auf diesem Kontinent nicht aus. Gut recherchiert hat Grangé auf die Machenschaften bei der Ausbeutung von Rohstoffen hingewiesen. 

Erwan Morvan, der älteste Sohn eines ehemaligen Kolonialisten aus Zaire, untersucht zunächst einen Fall von Fahnenflucht auf einer Armeebasis. Dieser Fall entwickelt sich zunehmend weiter, wird komplex, ufert ins Mystische über und lässt den Leser nicht mehr los. Ich musste mich immer wieder zwingen, mit der Lektüre zu pausieren, um die Ereignisse verarbeiten zu können.

Grangé ist nichts für schwache Nerven. Wer ein gutes Vorstellungsvermögen besitzt und die Härte und Schnelligkeit der Worte verträgt, der wird in die Erlebnisse um die Familie Morvan und den schwarzen Kontinent eintauchen und bis zur letzten Seite auskosten.

LächelndLächelndLächelndLächelnd

Catherine